Das Brau-Jahr 2012 wurde eröffnet!
Vorbereitend für den 1. Mai (30.04.) haben wir schon mal Bier eingebraut. Wir haben uns genau wie letztes Jahr wieder für ein Indian Pale Ale und traditionell einem Maibock entschieden. Unsere Rohstoffauswahl war diesmal aber abgeändert. Wir haben zwar wieder die Hopfen der Hop Growers of America benutzt, aber die Malzschüttung verändert. Beim Maibock haben wir helle und dunkle Gerste sowie hellen Weizen verwendet. Das IPA setzt sich aus Pale Malz und Whisky Malz zusammen. Beiden haben wir noch eine Hand voll Röstmalz hinzugefügt. Bei der Hopfung haben wir jeweils nach einer Minute mit “Chinook” (11,8 % alpha) begonnen, nach 35 Minuten “Centennial” (9,2 %) zugegeben und dann nach 65 Minuten noch “Crystal” (2,8 %) als letzte Gabe. Beim IPA wurde unsere letzte Gabe eine Mischung aus allen drei Sorten und wir haben ca. 5 % der gesamten Hopfengabe noch im Whirlpool gegeben. Wer genauere Werte und Angaben nachschauen möchte, der kann hier unsere Sudberechnungen anschauen.

Schroten
Geschroten haben wir schon Samstag vormittags. Problemlos waren die knapp 40 kg Malz in ca. 30 Minuten “zerkleinert”. Das ist schon ganz ordentlich. Hierzu fehlt uns jetzt eigentlich mal nur noch ein etwas größerer Trichter auf die Schrotmühle.

Ansonsten ist die Schrotzusammensetzung wieder einmal richtig gut geworden!

Maischen, Läutern, Kochen
Sonntag Morgen gings dann endlich richtig los und die folgenden zwei Brautage sollten ein voller Erfolg werden.
Nachdem wir zwar erst einmal feststellen mussten, dass ein Haupt-/Nachgussverhältnis von 40:60 bei einen 18° Plato Bock einfach nicht mehr maischbar ist, haben wir das Ganze auf 46:54 gesenkt. Und schon lief’s! Unsere Rasten haben wir jetzt mehr oder weniger standadisiert, um einen guten Kompromiss zwischen Ausbeute, Schaumstabilität und dem Läuterprozess zu schaffen.
Relativ schnell gings daher auch schon ab in den Läuterbottich. Nach kürzester Zeit stellten wir fest, dass wir unserer durchschnittliche Läuterzeit mit der neuen Maischmethode stark verkürzen würden. Wir waren selbst überrascht über unsere gute Leistung. In “Rekordzeit” waren dann auch die Nachgüsse erledigt. Eine weitere halbe bis dreiviertel Stunde sparten wir dadurch, dass wir schon während dem Läutern die Würze wieder heizten. So konnten wir ungefähr 15 Minuten nach Läuterende auch schon mit dem Kochen beginnen.

Kreative Pause im Scharlander
Während dem Kochen und nach gut getaner Arbeit war das kleine Päuschen wohl verdient. Und bei strahlendem Sonnenschein schmecken Weißwiaschd und a Weizn auch immer noch am besten.

Und natürlich darf man nicht vergessen, dass nach so einem Weizen die Welt auch gleich wieder anders ausschaut. So schliffen wir in der Grullerbräu-Expertenrunde an den letzten Feinheiten zum Kühlen.

Kühlen
Hier gibt es nicht mehr zu sagen als “Danke Gardena-Stecksysteme!”
Der reibungslose Kühlverlauf wurde unterstützt von den niedrigen Wasser-Temperaturen, die uns ermöglichten, mit einer ungedrosselten Würzeleitung zu kühlen.


Zur Vergärung haben wir dieses Mal eine Trockenhefe benutzt. Beim IPA hat sie schon über Nacht zu arbeiten angefangen.

Beide Biere haben eine angenehm hopfige Aromanote bekommen, so viel steht schon mal fest. Jetzt wird es auf jeden Fall interessant wie sich das Whiskeymalz im IPA macht. Aber mit dem Malzaroma durch eine hohe Schüttung und der vielen Komponenten aus Ölen und Harzen der Aromahopfen aus den USA sollte der Geschmack eigentlich gut abgerundet werden.
Für alle, die gerne noch mehr Fotos wollen, hier noch eine kleine Gallerie zum Durchklicken.
Jetzt heißt es einfach nur noch Daumen drücken, dass alles sauber läuft und wir wieder so tolle Biere bekommen wie das letzte Jahr! Ich freu mich schon drauf!
